Verschmutzung: ein unvermeidbares Phänomen
Die Verschmutzung des Motors ist auf die Ansammlung von Verbrennungsrückständen und Kohlenwasserstoffablagerungen in bestimmten Teilen des Motors zurückzuführen, insbesondere in den Ventilen, Einspritzdüsen, dem AGR-Ventil (Abgasrückführung) und dem Partikelfilter.
Bei der Verbrennung werden Kraftstoff und Luft nie vollständig verbrannt. Kohlenstoffrückstände (Russ, Koks) lagern sich nach und nach auf den inneren Bauteilen ab und bilden eine schwarze, klebrige Schicht.
Diese Verschmutzung tritt sowohl bei Benzin- als auch bei Dieselmotoren auf, wobei letztere insbesondere aufgrund der Abgasrückführung anfälliger dafür sind.
Die Hauptursachen
Bestimmte Faktoren beschleunigen die Verschmutzung des Motors:
- Wiederholte Kurzstreckenfahrten: Bei kurzen täglichen Fahrten (unter 10 km) erreicht der Motor nicht seine optimale Temperatur. Das Ergebnis: Die Verbrennung bleibt unvollständig und die Ablagerungen sammeln sich schneller an.
- Zu schonendes Fahren oder Fahren mit niedriger Drehzahl: Ständiges Fahren mit niedriger Drehzahl verhindert, dass sich der Motor «reinigt». Der Russ wird nicht verbrannt und sammelt sich in den Leitungen und im Partikelfilter an.
- Die Qualität des Kraftstoffs und des Öls: Kraftstoff von schlechter Qualität oder verbrauchtes Motorenöl beschleunigen die Bildung von Rückständen. Die Verschmutzung betrifft dann die Einspritzdüsen, die Brennkammer und das Ansaugsystem.
- Unzureichende Wartung: Verschmutzte Luft- oder Kraftstofffilter, zu lange Ölwechselintervalle oder verschlissene Zündkerzen verschlimmern die Situation. Der Motor muss dann mehr Leistung erbringen, was die Ansammlung von Ablagerungen weiter begünstigt.
Die Folgen der Verschmutzung
Ein verschmutzter Motor führt zu:
- Leistungsverlust und weniger flüssiger Beschleunigung
- Übermässigem Kraftstoffverbrauch
- Zündaussetzern oder dunklerem Abgas
- Langfristig kostspielige Pannen (verstopfte AGR-Ventile, verschmutzte Einspritzdüsen, verstopfte Partikelfilter).
So beugen Sie Verschmutzungen vor
Um dieses Phänomen einzudämmen, wird empfohlen:
- Motor regelmässig bei Betriebstemperatur laufen lassen (Fahrten von mindestens 20-30 Minuten).
- Gelegentlich mit höherer Drehzahl auf der Autobahn fahren (dadurch eine Motorreinigung provozieren).
- Die Wartungsintervalle einhalten und hochwertige Kraftstoffe mit Additiven verwenden.
Ein sauberer Motor ist leistungsfähiger, sparsamer und langlebiger. Eine regelmässige vorbeugende Wartung ist nach wie vor das beste Mittel gegen Verschmutzungen.




