Die Aufgabe des Motorenöls beschränkt sich nicht nur auf die Schmierung der Teile. Das Öl hilft, die durch Verbrennung und Reibung entstehende Wärme abzuleiten und trägt so zur Kühlung des Motors bei. Das Motorenöl hat auch eine Reinigungs- und Waschfunktion: Die im Öl enthaltenen Reinigungs- und Dispergieradditive fangen Verunreinigungen (Verbrennungsrückstände, Staub, Metallpartikel) und halten sie in Suspension. Dies verhindert die Bildung von Ablagerungen oder Schlamm im Motor. Schliesslich schützt das Öl vor Korrosion, da es eine Schutzbarriere auf den Metalloberflächen bildet und so die Einwirkung von Feuchtigkeit und Verbrennungsrückständen begrenzt.
Notwendigkeit eines regelmässigen Motorenölwechsels
Unter dem Einfluss von Hitze, Druck und Verbrennungsrückständen zersetzt sich das Öl mit der Zeit (Oxidation) und verliert seine Schmiereigenschaften. Seine Additive (Reinigungsmittel, Dispergiermittel, Korrosionsschutzmittel, Verschleissschutzmittel) werden nach und nach aufgebraucht. Das Ergebnis: Das Öl wird zähflüssiger (weniger fliessfähig) und schmiert weniger effektiv.
Auch wenn der Ölfilter einen Teil der durch die Verbrennung entstehenden Partikel zurückhält, bleibt eine nicht unerhebliche Menge im Kurbelgehäuse in der Schwebe. Ist diese Art der Verunreinigung zu hoch, können sie die Ölkanäle verstopfen, die Metalloberflächen zerkratzen und die Leistung des Motors beeinträchtigen.
Aus diesem Grund empfehlen die Automobilhersteller Ölwechselintervalle, die je nach Motor zwischen 10.000 und 20.000 Kilometern oder einmal pro Jahr liegen.
Bei jedem Ölwechsel wird ausserdem empfohlen, den Ölfilter zu ersetzen, da die im alten Filter vorhandenen Verunreinigungen das neue Öl verschmutzen können. Es wird ebenfalls empfohlen, die Dichtung des Ablassstopfens zu ersetzen, um jegliches Risiko einer Leckage zu vermeiden.
Risiken bei Nichtbeachtung
Die Nichtbeachtung der Ölwechselintervalle kann zu vorzeitigem Verschleiss des Motors (Kolbenringe, Ventile, Lager), Überhitzung des Motors (durch schlechte Wärmeableitung) und erhöhtem Kraftstoffverbrauch (durch erhöhte Reibung) führen. In extremen Fällen kann es sogar zu einem Motorschaden («Kolbenfresser») kommen.



