Gesetzliche Grenze und Empfehlungen
Die gesetzliche Mindestprofiltiefe für Winterreifen beträgt 1,6 Millimeter, genau wie für Sommerreifen. Dieser Wert stellt eine theoretische Sicherheitsgrenze dar: In der Praxis verschlechtert sich die Leistung eines Winterreifens bereits weit vor Erreichen dieser Schwelle.
Fachleute empfehlen, Winterreifen zu ersetzen, sobald das Profil 4 Millimeter erreicht hat. Unterhalb dieses Wertes verringert sich die Fähigkeit des Reifens, Schneematsch abzuleiten, die Haftung auf Eis zu erhalten und sichere Bremswege zu gewährleisten, erheblich.
In einigen europäischen Ländern, wie Österreich oder Deutschland, ist dieser Schwellenwert von 4 mm sogar vorgeschrieben, damit der Reifen als «konformer Winterreifen» anerkannt wird.
Warum ist das Profil so wichtig?
Die tiefen Profilrillen von Winterreifen haben folgende Aufgaben:
- Sie greifen in den Schnee und verbessern die Traktion.
- Sie leiten Wasser und Schlamm ab, um Aquaplaning zu vermeiden.
- Sie sorgen für Stabilität des Fahrzeugs in Kurven und beim Bremsen.
Ein abgenutzter Reifen verliert diese Eigenschaften: Er rutscht leichter, reagiert weniger präzise und verlängert den Bremsweg, auf vereister Fahrbahn manchmal um mehrere Meter.
Regelmässige Kontrolle und Wartung
Im Winter wird empfohlen, die Profiltiefe monatlich zu überprüfen.
Die in die Hauptrillen integrierten Verschleissanzeiger erleichtern es zu ermitteln, wann die Verschleissgrenze erreicht ist. Für eine genauere Kontrolle empfehlen wir die Verwendung einer Profiltiefenlehre.
Zusammenfassung
Um in der kalten Jahreszeit sicher zu fahren, muss ein Winterreifen mindestens 4 mm Profil aufweisen. Über die gesetzlichen Vorschriften hinaus ist dies eine Frage der Traktion, der Haftung und vor allem der Sicherheit auf winterlichen Strassen.




